Der Thomas-Schantl-Verlag

Im Herbst des Jahres 1992 entschloss sich ein – damals 21-jähriger – Industriemechaniker-Lehrling aus Gemmrigheim (bei Stuttgart), die ihn bereits seit längerer Zeit beschäftigende Idee einer übersichtlichen und qualitativ hochwertigen Plattenfehler-Katalogisierung in die Tat umzusetzen.

So rief er am 19.11.1992 offiziell die gewerbliche Produktionsgrundlage für deren Realisierung ins Leben und taufte sie „Thomas-Schantl-Verlag“.
Das neue Unternehmen hatte seinen Sitz im Elternhaus und vereinte in der Raumunion des eigenen Zimmers Büro, Lager und Versand.

Doch die Neueinführungen, wie auch das darin behandelte Material, erfreuten sich alsbald reger Nachfrage seitens der Sammler und der räumliche Anspruch der Firma ergriff fortschreitend vom elterlichen Treppenhaus Besitz - gefolgt von Keller und Garage. Den Gipfel bildete die „Annexion“ des familiären Wohnzimmers.

Mitte des Jahres 1994 konnten die Bedürfnisse des Thomas-Schantl-Verlages von keinem Einwohner des Hauses in der Hinterhofgasse 1 mehr als tragbar bezeichnet werden und so wurde nur wenig später der Firmensitz ins benachbarte Bietigheim-Bissingen verlegt.
Die Angebotspalette umfasste mittlerweile auch ein nicht zu verachtendes Briefmarken- und Zubehörs-Lager. Das Bestellaufkommen wuchs permanent und zu guter Letzt musste zusätzlich ein – auf DM 630.- Basis beschäftigter – Student den Versand erledigen.
Bis 1999 war Bietigheim-Bissingen die Heimstatt des Thomas-Schantl-Verlages.

Um die Jahreswende ´98/´99 wurde jedoch bereits klar, dass Briefmarkenhandel und Plattenfehler-Forschung fortan nur noch mit einem exponentiellem Firmenwachstum zu meistern wären. Und so entschied die Belegschaft, den Briefmarkenhandels-Zweig zugunsten der Plattenfehlerforschung abzugeben.
Die folgenden Verhandlungen hinsichtlich des potentiellen Verkaufs der vorhandenen Briefmarken-Bestände, wie auch der damit verbundenen Adressen, nahmen mehr als 1,5 Jahre in Anspruch !!

Das Ergebnis dürfte ersichtlich sein:
Eine Veräußerung kam nicht zu Stande. Statt dessen wurde die lang gehegte Idee, der Gründung einer zweiten Firma mit Schwerpunkt im Münz- und Medaillenbereich mit einem Wechsel in umfangreichere räumliche Möglichkeiten verbunden. Darüber hinaus wurden zwingend erforderliche Neueinstellungen getätigt.

Unter dem Strich findet sich heute unseres Erachtens ein Thomas-Schantl-Verlag, der von sich behaupten kann, den gegebenen Ansprüchen annähernd gerecht zu werden.